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  • 1 Post By croupier

Thema: Selbstkritik beim Roulettespiel?

  1. #1
    croupier ist offline Schlauer Fuchs
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    Daumen hoch Selbstkritik beim Roulettespiel?

    Es ist mir durchaus bewusst, dass ich mit diesem Thema eine heikle Plattform betrete. Aber da ich weiß, dass gerade im Bereich Roulette, 50% Psychologie ein dominanter Faktor darstellt und ich die einzelnen Charakter-Typen am Spieltisch auch gerne psychologisch unter die Lupe nehme, hat es mich geradezu gedrängt, diesen Artikel zu verfassen.

    Man kann als Akteur am Spieltisch natürlich die geballte Macht der Casinos sowohl im Real-Bereich, als auch in einem virtuellen Casino, ultimativ ansehen und bei eigenem Misserfolg, die Schuld immer leicht von sich weisen.

    Und genau da, beginnt der Titel dieses Artikels wirklich fragend zu werden.

    Hängt der Erfolg oder Misserfolg am Spieltisch, nicht auch ein bisschen mit dem eigenen Können und den Unzulänglichkeiten zusammen? Muss sich der Spieler bei einem Misserfolg nicht erst einmal selbst hinterfragen? Hat er, nach der vorherigen Auswahl seiner Spiel-Plattform und der daraus klaren Definition seines Aktions-Spielraums, auch die Form seiner Angriffsplanung durchdacht?
    Knallharte Fragen, die im allgemeinen nur ein Profi selbstkritisch beantwortet. Aber wer am Spieltisch über den Unterhaltungswert hinaus agiert, muss dies – und zwar vorher – natürlich auch tun. Sonst wird er im Falle des Misserfolges ratlos dastehen und auch die Flucht aus der Schuldfrage, wird ihn nicht reicher machen.

    Dabei ist die Wahl der Spiel-Plattform und der Agitations-Bereich – sei es REAL oder VIRTUELL, völlig egal. Nicht selten wird der persönliche Glücksfaktor – besonders von einer bestimmten Zielgruppe – völlig überschätzt, was natürlich bei einem Misserfolg gerade zu einlädt, von den eigenen Unzulänglichkeiten ablenken zu wollen. Dies ändert aber - z.B. am gerade erlittenen Verlust - nichts.
    Wenn man an einem Roulette-Tisch, Platz nimmt - ist es nicht nur sehr wichtig, dass man sich auf dieses spannende Ereignis im Kampf um die Jetons genau vorbereitet – sondern sogar Gebot. Gerade an den Roulette-Tischen stelle ich immer wieder fest, dass die Akteure, dass Verhältnis zwischen Tischkapital – Gewinnerwartung und Stückgröße für die Angriffe, offenbar nicht genug durchdacht haben. Wenn man sich durch das Spiel an einem Roulette-Tisch, nur ein bisschen unterhalten möchte, dann hat man ja gedanklich, dass mitgebrachte Spielkapital vermutlich ohnehin abgehakt und freut sich umso mehr, wenn einem Fortuna an diesem Tage etwas hold war. Dann wird man die Einsatz-Stückgröße nur nach der Zeitspanne – wie lange man im Casino verweilen möchte – entsprechend strecken. Hat man sich hingegen aber zum Ziel gesetzt, aus dem Roulette-Spiel einen langfristigen Profit schlagen zu wollen, dann ist ein pragmatisch professionelles Vorgehen unumgänglich.

    Wenn man in einem Real-Casino klassisch operiert, ist der Aufwand der Spiel-Vorbereitung um ein mehrfaches zeitaufwendiger, da man auf den Wurf-Rhythmus des Croupiers angewiesen ist. Dies hängt wiederum vom Spiel-Betrieb am Tisch ab. Und genau da beginnen schon die Vorteile, die man in einem Internet-Casino hat. Großes Tischangebot – mehrere Tisch-Varianten und gerade das French-Profi-Menü, dass man in den Casinos mit Boss-Media-Software nutzen kann, wo, durch dass Autoplay und der Turbo-Funktion an einem Privat-Tisch, die eigene Vorbereitung zeitlich und administrativ enorm vereinfacht und verkürzt wird. Auch kann man während eines Coup-Vorlaufes sehr schnell sein Spiel noch korrigieren oder es durch einen Tischwechsel, erneut testen und eventuell neu überdenken.
    Das man genau diese persönlichen Handlungen in einem Bruchteil an Zeit, auf der virtuellen Casino-Plattform gegenüber einem Real-Casino ausführen kann, ist wunderbar. Das aber ein Test – seiner Spiel-Methode und das selbstkritische Hinterfragen - ob man richtig oder falsch liegt – im Fun-Spiel-Bereich - absolut kostenlos – auch noch, rund um die Uhr - geschehen kann - ist sensationell.

    Selbstkritik im Spiel ist auch ein mentales Training, um den Stürmen des Zufalls Paroli bieten zu können. Der klassische Roulette-Profi wird auch durch das fiktive lesen von Generator-Permanenzen – wo man durchaus immer wieder Parallelen zu historischen Zahlenfolgen erkennt – sein fotografisches Gedächtnis trainieren. Auch wird der echte Profi im Fall eines Fehlschusses nicht sagen: Pech gehabt – sondern: Ich habe es falsch gelesen. Der selbstkritische Profi wird in erster Linie an seiner persönlichen Geschicklichkeit feilen und sich nicht ständig über das Wechselbad von Glück und Pech aufregen.
    Auch der Poker-Profi muss zunächst seine Hand nach mathematischen Chancen beurteilen - die Handlungen seiner Gegner durchdenken – seine Chance auf einen erfolgreichen Bluff checken - und dann seine Entscheidung treffen.
    Einen mentalen Nachteil hat der Poker-Profi gegenüber dem Roulette-Profi aber schon! Er spielt gegen sein persönliches Pech und gegen das Glück seiner Gegner.
    Der Roulette-Profi spielt im virtuellen Bereich gegen den Zufallsgenerator und dessen Rhythmus und es hängt in den meisten Fällen nur von seiner Geschicklichkeit ab, ob er das Casino als Gewinner oder Verlierer verlässt.

    Es gibt das schöne Zitat: Jeder ist seines Glückes Schmied! Und genau dies sollte der Roulette-Spieler verinnerlichen und sich nicht nur herausreden, dass Glück und Pech von einer „höheren Macht“ entschieden werden.

    Man sollte sich vielmehr – wenn die diesbezüglichen Schularbeiten gemacht sind – den persönlichen Auftrag erteilen: Ich bin es – ich kann es – ich mach es!

    In diesem Sinne, hoffe ich, den einen oder anderen Denkanstoß gegeben zu haben und wünsche viel Erfolg!

    Der Croupier

  2. #2
    Penco ist offline Schlauer Fuchs
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    Hallo Croupier!
    Dein Artikel - Selbstkritik beim Roulettespiel - trifft aber den Nagel auf den Kopf.
    Diesen Artikel könnte man auch - vom Sinn her - auf andere Bereiche übertragen.
    Wenn die Menschen selbstkritischer wären, dann wäre die Welt sicher etwas besser.
    Wenn man sich in den übrigen Glücksspiel-Foren etwas umschaut und die Dialoge in den Beiträgen
    verfolgt, dann sollte man so manchem User Deinen Artikel als Spiegel vorhalten.
    Ich erlebe in den Real-Casinos immer wieder, dass "gute Gäste" wenn sie ihr Bares verzockt haben,
    ihren Unmut sogar an den Wurf-Croupiers auslassen und sie aufs übelste beschimpfen.
    Aber die Croupiers machen stoisch ihren Job und nehmen dass Trinkgeld.

    Du hast ja in Deinem Artikel durchaus Denkanstöße gegeben, wie man durch intensive Spiel-
    vorbereitung, so manch schmerzlichen Verlust verhindern könnte.
    Vielen Dank dafür!

    Schöne Grüße sagt Penco

  3. #3
    croupier ist offline Schlauer Fuchs
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    Hallo Penco!

    Vielen Dank für Deine Antwort.
    Ja - wenn die Menschen selbstkritischer wären, wäre die Welt sicher etwas besser. Da hast Du recht.
    Mir fällt auch immer wieder auf, dass gerade im Roulettespiel, diese menschlich missliche Eigenschaft, sehr häufig deutlich wird.
    Dass in den Real-Casinos die Wurfcroupiers beschimpft werden, kommt aber meistens im physikalischen Roulettebereich vor. Ich habe dies auch schon öfters erlebt, wenn so mancher Kesselgucker am Abend, bei langen Sessions bis zu 20000 in den Tronc schiebt und am Ende vielleicht der persönliche Erfolg trotzdem ausbleibt.
    Da liegen bei den "Showstars" am Roulettetisch, die Nerven schon mal etwas blank.
    Die Croupiers haben da ein ziemlich dickes Fell. Es gibt auch einige Wurf-Croupiers, die etwas von der
    Roulette-Ballistik verstehen, die sind dann - wenn es im Tronc schon richtig geklingelt hat - durchaus in der Lage - mit bestimmten Dreh- und Wurfgeschwindigkeiten - so manchem Gucker-Akteur, dass Gewinnen merklich schwieriger zu gestalten.
    Dieser Umstand geschieht aber nicht nur, wenn ein Kesselgucker am Werk ist, sondern passiert auch mal bei einem klassisch operierenden "Glücksritter".
    Ich möchte aber an dieser Stelle nicht zuviel verraten, denn ich habe zu diesem brisanten Thema einen
    Artikel in Vorbereitung. Lass Dich mal überraschen.

    Gruß
    Der Croupier

  4. #4
    Penco ist offline Schlauer Fuchs
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    Hallo Croupier!

    Vielen Dank für Deine Antwort.
    Auf Deinen neuen Artikel bin ich sehr gespannt und lasse mich natürlich
    auch ein bisschen überraschen.
    Wenn ich Deine Artikel, die Du im Casino-Inside veröffentlicht hast, so in
    Betracht ziehe, bin ich mir sicher, dass die User wieder Insider-Informationen
    bekommen.
    Ich kann es kaum erwarten!

    Schöne Grüße sagt Penco

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