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Thema: Koller erzwingt den sieg

  1. #1
    croupier ist offline Schlauer Fuchs
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    Standard Koller erzwingt den sieg

    Den Lesern von Casino-Inside möchte ich heute - mit diesem Artikel - aufgrund einer augenscheinlichen Roulette-Session - gespielt von Roulette-Profi Koller - an den French-Roulette-Tischen im Salon 3 und 4 vom Sunset-Casino - und zwar beeindruckt - kommentieren, dass die Professionales doch so manches - am Roulette-Tisch - auch erzwingen können.

    Da ich vor einiger Zeit schon einmal eine solch außergewöhnliche Session authentisch von Koller sehen konnte und darüber auch einen Artikel schrieb, werden vermutlich ein paar Leser sagen: "Der Croupier hat offenbar am Koller einen "Affen" gefressen". Ich würde dies zwar etwas anders formulieren, jedoch
    im Grunde stimmt es!

    Es gibt im klassischen Roulette sicher nicht viele Profis, die gerade im Internet - sich durch ihr, z.T. auch
    öffentliches Spiel, ein bisschen in die "Karten" schauen lassen. Ich gehöre diesbezüglich zu den Neugierigen und werfe auch, nahezu täglich mal einen Blick auf die Sunset-Gästeliste.
    Wenn ich dann auch noch den Namen Koller erspähe, dann gebe ich meiner Hoffnung Ausdruck, vielleicht
    wieder eine Spiel-Methode dieses Profis zu sehen, wovon ich noch etwas lernen kann.
    Vor einigen Tagen fiel mir da etwas auf, was ich von ihm noch nicht gesehen hatte. Leider war ich zu
    spät und konnte nur noch ein paar Coups miterleben.

    Da ich für das Interview im Casino-Inside die Verbindung mit Helen herstellte, hatte ich noch Kontakt zu Koller und sprach ihn diesbezüglich an. Die Partie endete - wie er sagte - erfolgreich und er wollte einen erneuten Angriff in dieser Spielform an den öffentlichen Sunset-French-Roulette-Tischen starten. Ich kenne die Metalität der Profis in diesem Metier ganz gut, würde mir aber niemals erlauben, mit penetranten Fragen da auf die Nerven zu gehen. Ich wusste jetzt, Koller spielt wieder so eine Session und ich muss halt nur dabei sein. Und wie ich dabei war! Was ich zu sehen bekam, war schon sensationell und spannend, denn Koller war zwischenzeitlich sogar über 1200 Stücke im Minus und ich wollte wissen, wie er mit dieser Situation umgeht.

    Doch nun zum Spiel selbst.
    Koller hatte einen ansehnlichen Stack mit an den Tisch gebracht und begann im Sunset-Salon 3 am Tisch
    Nr.1. Er setzte sechs Pleins mit jeweils einem Stück und spielte eine Aufnahme von 24 Kugeln. Die Pleins, die innerhalb dieser Aufnahme trafen, pausierten, bis zum nächsten Durchgang. Natürlich passierte es auch, dass nicht alle Pleins während einer Aufnahme trafen, dann wurden sie um ein Stück erhöht und hatten wieder 24 Coups Zeit sich erfolgreich zu zeigen.
    Da ich Koller von Tisch zu Tisch als Zuschauer begleitete, wusste ich nach ein paar Aufnahmen, wie er
    es spielt. Wenn man dies als Betrachter aufgenommen hat, dann wird man unweigerlich von der Ruhe
    und Gelassenheit dieses Profis gefesselt und man ist gespannt, wie er schlechte Phasen abhandelt.

    Diese schlechten Phasen hatte er gleich zu Beginn! Koller spielte bei dieser Session, insgesamt mehr
    als 600 Coups in mehr als vier Stunden und hatte eine ständige Fluktuation zu durchleben, die sich mit
    einem - von mir, notierten Minus von über 1200 Stücken - in seiner negativen Spitze - darstellte.
    Dass Wechselbad der spielerischen Gefühle von Sein oder Nichtsein, war hier nicht die Frage, sondern
    Realität. Natürlich hatte er - wie er schon im Interview mit Helen erwähnte - auch hier ein adäquates Kapital mit an die Tische gebracht.
    Der Betrachter wird schon daran sehen, dass - wenn man nicht nur zur Unterhaltung Roulette spielt - dieser Job pragmatisch vorbereitet sein muss, um letztlich eine solche Session erfolgreich abschließen zu können. Koller traf zu Beginn sehr schlecht und lag sofort mächtig hinten. Es wollte einfach nicht zünden und ich fürchtete, dass er heute "baden" gehen könnte. Sein Spiel bekam dann zwar etwas Aufwind, aber er war vom Plus, noch meilenweit entfernt und es kam noch schlimmer.

    Da die Methode nicht selten einem gezielten Plein-Treffer hinterher lief, war für Koller eine nagende Geduld angesagt und die hatte er, wie ich sie eigentlich so, von keinem bisher gesehen hatte.
    Auch diese stoische Beharrlichkeit in seinen Satzfolgen, als man in der Betrachtung glaubte - dieses hohe Minus, bringt der nie und nimmer mehr raus - war die Setzdisziplin seiner methodischen Vorgabe
    so kontinuierlich, dass ich mir sagte: Wo nimmt dieser Mann nur die Nerven her? Denn - da die Methode auch in den Progressions-Stufen ihr Soll forderte - lies mich die Situation nichts Gutes ahnen.

    Es ging rauf und runter und ein guter Lauf brachte ihn fast wieder zu seinem Anfangskapital.
    Doch dies war nur ein Zwischenhoch und er konnte keinen Plusstand verbuchen. Es hätte mich nicht gewundert, wenn sich Koller, aufgrund des Granaten-Minus an einen privaten Tisch geflüchtet hätte, wo er es mit der Turbo-Funktion (diese Einstellung geht nur an einem Privat-Tisch) versucht hätte, dem Spiel eine entscheidende Wende zu geben. Nein! Er hatte offenbar das Gefühl und die Erfahrung mit seiner Methode, dran bleiben zu müssen. Die Spiellänge an den einzelnen Tischen war nicht gleich, aber ich fand leider nicht klar heraus, Warum?

    Er konnte mit dem zwischenzeitlich hohen Minus ganz gut umgehen, denn die Satzfolgen und die einzelnen Aufnahmen wurden nicht verändert. Diese Disziplin und der klare Plan brachten ihm dann doch - ich hätte darauf sicher nicht gewettet - noch den Lohn. Da jede Zahl eine unterschiedlich fortlaufende Einsatz-Progression hatte, trafen jetzt die "starken" Zahlen öfters und die modifizierte D'Alembert brachte
    nun dicke Treffer. Was mich faszinierte war, wie er souverän sein Ding durchzog. Vielleicht ist ja die Methode mit den unterschiedlichen Wechsel der Tische (er wechselte insgesamt neunmal den Spieltisch) der Schlüssel, auch ein hohes Minus noch zu drehen. Er war dann mehrmals zwischenzeitlich im Plus, aber es war ihm noch nicht ausreichend.
    Wenn ich jetzt von mir ausgehe muss ich sagen, ich hätte angesichts des gewaltigen Minus auch mit einem Even, die Partie beendet.
    Mit Coup 603 hatte er nochmal einen fetten Treffer und brachte es insgesamt dann doch auf 196 Plus-Stücke.
    Diese Summe genügte ihm offenbar, denn er beendete dieses - sogar für den Zuschauer - nervenstrapazierende Spiel - sofort.

    Auf meine Frage, wieviel Stücke Gewinn er sich zum Ziel gesetzt hatte? meinte er: Die vorletzte Session mit dieser Methode brachte mir 301 Plusstücke in 227 gespielten Coups. Dieses Ergebnis strebte ich an, aber aufgrund des grottenschlechten Auftakts und dem daraus resultierenden hohen Minusstandes halbierte ich meine Gewinnerwartung. Der letzte Treffer brachte mir dann - erfreulich - noch etwas mehr.
    Ich hatte nicht den Eindruck, dass er nach dieser Odyssee nennenswert belastet war.

    Koller zeigte wieder einmal, dass man den allgemeinen Tenor: "Es gewinnt immer die Bank", sehr
    differenziert sehen muss. Natürlich gehört zu einem erfolgreichen Spiel auch dass Quentchen GLÜCK.
    Aber eine durchdachte Strategie, eine knallharte Disziplin am Set, sowie eine besondere Art von Geduld und ein ausreichendes Tischkapital, sind die Voraussetzungen, damit man das situationsbedingte Pech der Bank in klingende Münze umsetzen kann.
    Vielleicht hat mein authentischer Artikel, die Leser von Casino-Inside, etwas zum Nachdenken angeregt.

    gezeichnet:
    Der Croupier
    Geändert von croupier (04.12.2012 um 20:01 Uhr)

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