Ergebnis 1 bis 8 von 8
Like Tree12Likes
  • 2 Post By croupier
  • 2 Post By croupier
  • 2 Post By Hexer
  • 1 Post By croupier
  • 1 Post By Penco
  • 1 Post By croupier
  • 2 Post By Hexer
  • 1 Post By Penco

Thema: Der professionelle Roulette-Dialog, von und mit Croupier, Penco und Profi Koller

  1. #1
    croupier ist offline Schlauer Fuchs
    Registriert seit
    22.11.2009
    Beiträge
    47
    Blog-Einträge
    1
    Renommee-Modifikator
    2792

    Standard Der professionelle Roulette-Dialog, von und mit Croupier, Penco und Profi Koller

    Der professionelle Roulette-Dialog, von und mit Croupier, Penco und Profi Koller

    CROUPIER: Ich schätze mich sehr glücklich, dass ich den Mitgliedern und Lesern von Casinos-Inside diesen professionellen Dialog aus dem Casino-Bereich: Roulette, hier präsentieren kann.
    Angeregt und auch ein bisschen gefordert hat diesen Dialog unser sehr rühriges Mitglied Penco. Dem ich dafür meinen Dank aussprechen möchte. Penco und ich freuen uns ganz besonders, dass auch der Roulette-Profi Koller - der unseren interessierten Lesern aus einigen Artikeln bestens bekannt sein dürfte - an diesem Dialog teilnimmt.
    Wie der Titel schon sagt, möchten die beiden Roulette-Akteure eine Diskussion auf höchsten Ebene führen und haben es auch zur Bedingung gemacht, dass ich als Fach-Journalist, auch dabei bin.
    PENCO: Croupier - vielen Dank für die einleitenden Worte. Meine erste Frage an Profi Koller.
    Welchen Impuls braucht ein Roulette-Spieler, wenn er sich entschließt, dass am Roulette-Tisch ganz und gar professionell zu betreiben?
    KOLLER: Für diesen Entschluss habe ich schon drei Jahre gebraucht, weil es im klassischen Roulette gegenüber dem physikalischen Roulette doch erheblich mehr Zeit bedarf um die persönliche Mentalität einer großen Prüfung zu unterziehen. Man muss sich zunächst mit dem Grundgedanken - vom
    "Glücksspiel" leben zu wollen - beschäftigen und da muss man sich natürlich auch mit den Verlusten auseinander setzen. Eine solche Entscheidung nach ein paar guten Wochen des Erfolges zu machen, wird man - wenn der "Pech-Teufel" an den Jetons klebt - bestimmt bereuen.
    PENCO: Hattest Du zum Zeitpunkt der positiven Entscheidung für den Roulette-Profi mehr innere Spannung am Roulette-Tisch verspürt?
    KOLLER: Nein - zu diesem Zeitpunkt waren alle Punkte genau durchdacht und die wichtigen Dinge - festes Kapital - Wege des Spiels - Geduldstraining für heikle Situationen - einfach, die persönliche Mentalität darauf eingestellt und unumstößlich. Sonst hätte ich es gleich wieder lassen können.
    CROUPIER: Ich möchte da mal einhaken. Du hattest also Deinen Agitationsplan - so wie man Dich heute am Spieltisch kennt - schon quasi automatisiert.
    KOLLER: Genau! Die Grundsubstanz für mein Vorgehen war fest und hatte nur ein paar flexible situationsbedingte Veränderungen je nach Bedarf.
    PENCO: Dass ist ja perfekt!
    CROUPIER: Da hast Du recht Penco!
    KOLLER: Im Roulette gibt es nix perfektes. Ich versuche eine gewisse Perfektion in meine Vorbereitung zu legen. Selbst im physikalischen Roulette ist nicht alles perfekt, nur hat man da eine authentische Info während die Kugel ihre Bahnen zieht. Mein Schwager hat mir dies beigebracht, aber er weis, dass ich eher ein klassischer Roulettist bin.
    CROUPIER: Dass Kesselgucken hat aber, aufgrund der Info während des Kugellaufs, eine gewisse Gewinn-Sicherheit.
    KOLLER: Aber nur dann, wenn man in der Grundbeurteilung des gerade laufenden Coups nicht fatal falsch liegt. Man benötigt zu einem gewissen Zeitpunkt ein fotografisches Standbild mit den Augen.
    Dies muss aber noch im Rahmen der Endlaufzeit des Coups zu Stande kommen, sonst könnte der Wurf-Croupier die Absage machen und der Einsatz wird nicht mehr angenommen.
    Da ist mir dass virtuelle Roulette doch angenehmer. Ich habe keine Zeitnot und wenn ich an einem privaten Spieltisch meine Session spiele, alle Zeit der Welt um noch die eine oder andere Überlegung für den nächsten Coup einzubeziehen.
    PENCO: Hast Du schon Zeit gefunden die große Permanenz zu studieren?
    KOLLER: Ja natürlich habe ich meine wichtigen feststehenden Beurteilungskriterien ins Bild gesetzt.
    CROUPIER: Ich nehme mal an - zum Auftakt war es dass Zweidrittel-Gesetz.
    KOLLER: Selbstverständlich Croupier, war dies mein erster Blick für diese lange Spielstrecke.
    Wenn man dies richtig zu lesen weis, stellt man sogar fest, dass die erfahrenen Roulette-Tüftler einen Granatenfehler begehen, wenn sie die Permanenzen von Real- und virtuellen Casinos so - ohne echt nachzudenken - einfach zusammen hauen.
    PENCO: Nach was hast Du noch geschaut?
    KOLLER: Wie sich diese Mega-Permanenz im Bereich der Favoriten und Restanten verhält. Ich bin davon ausgegangen, dass die gesamte Permanenz nur an einem Tisch gespielt wurde.
    PENCO: Natürlich - sonst wäre es ja auch keine Drei-Tage-Permanenz. Mir war es sehr wichtig, eine Permanenz zu haben, die vermutlich sonst keiner hat und wo sonst, könnte man eine solche Spielstrecke bekommen, als in einem Casino, was rund um die Uhr im Betrieb ist.
    KOLLER: Ich bin Dir Penco sehr dankbar, dass Du mit Deinen Helfern so etwas gemacht hast und dass ich da rein schauen konnte. Mein eigenes Spiel muss ich allerdings jetzt nicht reformieren.
    CROUPIER: Dass hätte mich auch sehr gewundert, denn letztlich arbeitet der Zufallsgenerator - wenn er gefordert wird - rund um die Uhr.
    PENCO: Koller - was ich an Dir immer bewundere, dass Du Dein Spiel auch an Tischen machst, wo sich die "Freizeitspieler" mit dem Pflastern nahezu übertreffen. Dann auch noch die Kommentare, wenn sie zwar nahezu jeden Coup treffen - und trotzdem wird dass Konto immer weniger.
    KOLLER: Ich will es Dir sagen! Ich mache dies eigentlich nur im Sunset-Casino. Ich mag Paul Falk, den Manager sehr gerne. Er ist ein umgänglicher Mann und er lässt mich spielen - obwohl ich ihm nicht selten ein paar ordentliche Euros abgenommen habe. Dann habe ich auch noch meinen Schwager überredet, er soll doch auch im Sunset-Casino mal ein paar Spielchen machen. Manchmal ist er ja sogar besser als ich. Man lässt uns spielen und gewinnen, da muss man doch den Hut vor dieser Casino-Leitung ziehen.
    CROUPIER: Man liest aber in letzter Zeit immer wieder schlimme Kommentare, wo die Gäste sich im Chat so richtig auslassen.
    KOLLER: Croupier - hast Du Dir auch gemerkt, wer sich da so unqualifiziert äußert? Es sind immer die Spieler, die den Tisch vollsetzen und dies in aller Hektik und natürlich auch die eine oder andere Nummer vergessen oder die Zeit-Uhr macht Schluss und dann kommt gerade die Zahl, wo nix drauf ist.
    Für so viel spielerischen Schwachsinn habe ich kein Verständnis. Da ist aber auch überhaupt kein Plan vorhanden, sondern nur draufsetzen und nochmal draufsetzen. Wenn die aber dann einen guten Tag erwischt haben und es läuft, dann ist dass Chat-Fenster nicht frequentiert.
    PENCO: Du als erfahrener Profi hattest im Sunset-Casino noch nie - so einen Hintergedanken - wenn, trotz Plan - der Zufallsgenerator im Wahrscheinlichkeitsbereich "weit ausholte" - dass dies gesteuert sein könnte?
    KOLLER: Und Du Penco - Du bist doch auch kein Newcomer - ich habe Dich zwar noch nicht spielen sehen - Du lässt ja keinen zuschauen - aber Du müsstest doch bei Deinen Sätzen auch mal grenzwertige Wahrscheinlichkeiten erlebt haben?
    PENCO: Ja - dass habe ich!
    KOLLER: Na - und da hast Du gleich daran gedacht, da wird beschissen?
    PENCO: Nein! Nicht wirklich!
    KOLLER: Siehst - mir geht es doch genauso - wenn ich fünf Stunden ackere, ein gewaltiges Jeton-Loch habe und dann versuche mit dem Turbo wieder ins Gleichgewicht zu kommen und dass geht auch noch schief. Da gehe ich auch erst mal raus aus dem Laden und die "Rädchen" in meinem Schädel laufen auf Hochtour und die Momente - wo ich hätte treffen müssen und nix war`s - schießen in meinem Gedächtnis hin und her. Zu allem Unglück kommt vielleicht auch noch mein Schwager hinzu (wir haben ein gemeinsames Roulette-Zimmer mit Original-Kessel usw.), der dann auch noch sagt: jetzt haben sie dich gewaltig rasiert. Da bin ich erst einmal bedient.
    Aber wenn im Kopf wieder Ruhe eingekehrt ist, versuche ich mit dem Spiel-Protokoll eine kritische Analyse zu machen und sehe meistens einen Zenit, den ich übersehen habe.
    CROUPIER: Was meinst Du mit Zenit?
    PENCO: Croupier -dass wollte ich gerade auch fragen!.
    KOLLER: Wenn man professionell über fünf Stunden eine Session absolviert, sind die schlechten Phasen nicht nur Pech, sondern auch eine gewisse Unaufmerksamkeit. Es kommt bei einem gut durchdachten Angriffsplan äußerst selten vor, dass es von Anfang bis zum Ende nur Minus gegeben hat. Meistens - und dies passiert leider auch einem Profi - übersieht man im Stress - die Möglichkeiten des "minderwertigen Ausstieges"! Ein Plan ist immer wichtig - aber man muss trotzdem flexibel sein und die
    Momente - wo der knallharte Plan dann doch nicht passt - dass Gefühl der Erfahrung sprechen lassen.
    CROUPIER: Dass heißt also - Du verschwendest keinen Gedanken an technische Streckungen der Wahrscheinlichkeiten.
    KOLLER: Wenn man sein Spiel so analysiert wie ich es tue - und dies natürlich nicht nur im Verlust, sondern auch im Gewinn - dann gibt die Logik schon eine gewisse Antwort. Eine Software, die auch nur ein bisschen außerhalb der Wahrscheinlichkeiten programmiert ist, wird es nicht zulassen, dass Du in diesem Laden etwas mit nach Hause nimmst. Ich könnte Dir eine ganze Menge Casinos aufzählen, wo man nicht unbedingt ein Profi sein muss um dies zu entdecken. Aber warum sollte ich dies tun? Ich weis wo ich mein Spiel niemals machen werde und dies genügt mir.
    PENCO: Ja - diese Casinos habe ich auch schon herausfiltern können. Im Grunde merkt man dies schon an den völlig unrealistischen Bonus-Angeboten. Wenn die 3.000 oder mehr Bonus anbieten, da müsste doch die Antenne ausfahren und einem sagen, wie soll denn dieses Unternehmen existieren, wenn man diese Summe als Spieler dort realisieren könnte.
    CROUPIER: Ich sehe diese "Monster-Angebote" nur als Spielgeld für den Gast. Wenn diese Summe auf seinem Konto blitzt, dann hat dies nur einen psychologischen Wert, dass er sich als High-Roller fühlen kann. Erst wenn er sich in der ziemlich unwahrscheinlichen Lage befindet, im Plus zu sein und will dann ein bisschen Geld haben, wird er sehr schnell erkennen, dass seine Einzahlung futsch ist.
    Da ist dass Internet für mich ein bisschen ein rechtsfreier Raum und man sollte sich freuen und glücklich schätzen, wenn man in den Casinos spielt, wo die Software den Namen BOSS-MEDIA trägt.
    KOLLER: Genau so ist es!!!
    PENCO: Ich sehe dies auch so! Die Tatsache, dass das Sunset-Casino einen Profi wie Koller noch seine Bahnen ziehen lässt beweist mir, dass auch ein anderer Spieler hier gewinnt, wenn er gut ist.
    KOLLER: Aber dass ist es doch, Freunde - wenn man im Roulette was gewinnen möchte, dann muss man auch die Gewinne - wenn sie da sind, einmal mitnehmen. Dass tun sie aber nicht! Wie oft habe ich schon miterlebt, dass ein Gast mit 100 oder 200 Euro und voller Tatendrang, sich an meinen Tisch setzte und los legte. Nach einer halben Rotation hatte der sein Kapital verdoppelt. Fantastisch - ich kann mich nicht erinnern, dass es mir jemals gelungen ist, mein Startkapital an einem Spieltag zu verdoppeln. Gut ich gehe auch nicht mit nur 200 Euro ans Werk, aber dies steht ja auf einem anderen Blatt. Nur wenn man in der glücklichen Lage ist, sein Kapital verdoppelt zu haben, dann sollte der Spieler doch erst einmal diesen Erfolg genießen und es für heute gut sein zulassen.
    CROUPIER: Dass ist doch genau der feine Unterschied zwischen dem Amateur - der z.B. schon immer davon geträumt hat, die Bank zu sprengen - und dem Profi, der pragmatisch sein Spiel macht und sich nicht nur ein Verlust-Limit setzt - sondern auch eine "Gewinn-Schallmauer" auferlegt hat.
    PENCO: Klar - nur die Gier - wenn es läuft und man dass Gefühl hat - man ist der "Größte" - nix kann einen bremsen - heute werde ich so richtig absahnen! Genau diese Typen sind die Ersten, die - wenn auf einmal die Gewinne wie Butter in der Sonne weg schmelzen - hastig im Chat den Zuschauern eine persönliche Rechtfertigung ihrer Haltlosigkeit erklären wollen. Tenor: "Dass sind alles Betrüger"!
    KOLLER: Roulette spielen ist 50% Psychologie!
    CROUPIER: Genau!!! Dass man da im Chat auch noch eine ganze Menge Zuschauer findet, die es im Grunde auch nicht besser können, aber gerade den Höhenflug des Glücksritters neidisch miterlebt haben und jetzt feststellen mussten, dass der doch nicht besser ist. Aber keiner ist selbstkritisch!
    KOLLER: Wobei nur dieses eine Wort: Selbstkritik - wenn man sie hat - dieses gesamte Problem lösen könnte. Wenn ich nicht gewonnen habe, dann mache ich eine realistisch analytische Bestandsaufnahme und sehe dann genau, ob es nur Pech war oder ob ich meinen Plan, emotional ein bisschen verlassen habe.
    PENCO: Warst Du bei diesem Spiel schon immer so?
    KOLLER: Ich könnte jetzt Ja sagen. Aber da würde ich Dich belügen. Dass war keineswegs immer so, aber ich wusste, wenn ich nicht einen bestimmten Weg einschlage, kann ich diesen Job nicht professionell machen. Man muss - wenn man dass Spiel am Roulette-Tisch professionell machen will -
    mit sich schon sehr stark ins Gericht gehen. Wenn es nicht so marschiert ist und mein Unmut hatte mich im Griff, dann ging ich schon sehr unsanft mit mir selbst um. Aber dass ist dass Problem von den meisten Spielern. Sie sind von ihrem Glückspotential maßlos überzeugt und verlieren deshalb die kritische
    Distanz zur Realität. So nach dem Motto: "Ich hole den Jackpot"! Wenn man die Wahrscheinlichkeiten in einem Spiel bedenkt und dann versucht durch persönliches Geschick den Casino-Vorteil zu überlisten, dann ist der erste Schritt zum Erfolg getan.

    Fortsetzung in Teil2
    Geändert von croupier (16.10.2013 um 17:04 Uhr)

  2. #2
    croupier ist offline Schlauer Fuchs
    Registriert seit
    22.11.2009
    Beiträge
    47
    Blog-Einträge
    1
    Renommee-Modifikator
    2792

    Standard

    Teil 2.

    CROUPIER: Aber Du weist ja, dass die meisten Spieler schon durch ihre Art - wie sie - und welche Jeton-Werte sie auf den Tisch legen - erkennen lassen, dass sie rein aus dem Bauch ihr Spiel machen.
    KOLLER: Selbstverständlich ist dies so. Da werden unterschiedliche Jetonwerte auf Plein - Cheval und Carrè oder Dutzende und Kolonnen und natürlich auch noch Transversalen gesetzt und man gewinnt auch, aber dass Konto wird nicht nennenswert mehr.
    PENCO: Dass stimmt haargenau und ich denke mir immer - können die nicht rechnen oder wissen die nicht, dass es bei der Auszahlung für ein Carrè weniger gibt, als bei einem Plein-Treffer.
    KOLLER: Meistens sieht man dann noch einen einzigen Chip auf Rot. Wenn dann nicht jeder Coup irgendwo einen Treffer hat, ist dass Tischkapital schnell weg. Aber dass Geschrei ist dann umso größer.
    PENCO: Koller - Du hast ja HELEN ein interessantes Interview gegeben aber Dein Schwager hatte so etwas - wie Croupier hier schon postete - abgelehnt. Keiner wusste so recht - Warum? Ich frage Dich auch nochmal?
    KOLLER: Mein Schwager hält nicht viel von Publicity in dieser Branche, zumal es ja schon ganz schlimme Foren gegeben hat, die nur Krawall machen wollten. Der sagte auch zu mir; "Lass es mit dem Interview".
    Aber Croupier hatte es ja eingefädelt und HELEN war ganz nett und da sagte ich nicht nein.
    PENCO: Hat Dir dieses Interview irgendwie geschadet?
    KOLLER: Nein - nicht dass ich wüsste! Es hat mir auch noch keiner Schläge angedroht. (Lach!)
    PENCO: Croupier hat ja in einigen seiner Artikel hier in Casinos-Inside von spektakulären Sessions berichtet. Wie viel Spiel-Methoden gehören zu Deinem Repertoire?
    KOLLER: Eine genaue Stückzahl gibt es da nicht, zumal ich je nach Situation, meinem Plan auch einen anderen Kick geben muss. Es kommt auch vor, dass einige Methoden situationsbedingt nicht stur gespielt werden können. Diese Flexibilität ist aber eine reine Erfahrungssache.
    PENCO: Ich persönlich habe den Eindruck, dass es z.Zt. etwas schwierig ist, einen nachhaltigen Erfolg im Internet zu erzielen. Wie siehst Du diese Lage?
    KOLLER: Diese Lage kenne ich eigentlich schon immer. Wenn Du andere Eindrücke hast, dann spielst Du nicht die Coup-Zahlen wie ich, oder Deine Methoden sind mehr starr angelegt.
    CROUPIER: Koller zeichnet sich aus, dass er bestimmte Methoden auch ein bisschen modifiziert.
    PENCO: Wie sieht es denn mit den anderen Setz-Möglichkeiten aus? EC`s - Dutzende usw.? Hast Du diese Chancen noch nie gespielt oder sind sie in Deinen Augen nicht so erfolgreich?
    KOLLER: Außer den Pleins, gibt es keine Roulette technische Disziplin, mit einer guten Hebelwirkung.
    Du hast ja schon in Deinen Beiträgen hier erwähnt, dass Du bei einigen meiner Auftritte Zaungast gewesen bist. Da ist Dir sicher aufgefallen, dass man nicht jede Methode stur zum Erfolg treiben kann.
    Der dauerhafte Erfolg geht noch nicht einmal, wenn man sehr flexibel ist. Es ist ein Wechselbad von konsequent - flexibel - stoisch und kompromisslos.
    Ich spiele z.Zt. wieder eine Methode mit nur einem Plein aber mit Progression und einem starren Weg von genau 100 Coups. Es war eine Idee meines Schwagers.
    PENCO: WOW - Nimmst Du von ihm auch klassische Ratschläge an?
    KOLLER: Klar - er ist auch ein Roulette-Profi und wir sind miteinander verwandt. Also, warum sollte er mir bewusst böse wollen.
    CROUPIER: Dass ist ja sehr interessant - ich dachte - die Spielarten, die er im Sunset präsentiert, wären alle von Dir konzipiert.
    KOLLER: Keineswegs - so viel lässt er sich von mir nicht sagen. Er hat Roulette technisch seine eigenen Vorstellungen, dies liegt aber auch an der Info, die er im physikalischen Bereich natürlich immer hat.
    Es wundert ihn auch, dass ich im klassischen Roulette so erfolgreich bin. Aber er ist keineswegs neidisch auf meine Erfolge. Im Gegenteil er freut sich immer mit mir, wenn ich gut in Form war. Meine Schwester - also seine Frau - hat aber mit diesem Spiel nix am Hut. Da liegt schon eher eine gewisse Ablehnung. Aber die gewonnene Kohle gibt sie natürlich gerne aus. (Lach)
    PENCO: Die Methode mit den 100 Coups - hast Du schon einen Trend?
    KOLLER: Darüber zu urteilen wäre zu früh. Es ist während den 100 Coups nur eine Nummer im Spiel.
    Wenn man die richtige Zahl gewählt hat, wird man nicht verlieren können. Aber wer hat immer die richtige Zahl? Mich hat es aufgrund der starren Spielstrecke interessiert, weil man da keine künstlichen Fluchtwege konstruieren muss.
    CROUPIER: Wie lange musst Du diese Spielart testen, um sie als spielbar zu erkennen?
    KOLLER: Da gibt es keine starren Regeln. Zunächst muss sie sich rechnen lassen. Dabei steht in der Analyse im Vordergrund, ob die starre Coupzahl nicht hinderlich ist, denn man muss ja nach der Regel, die Verlustpartien in Kauf nehmen.
    PENCO: Wie viel Durchgänge hast Du schon gemacht?
    KOLLER: Bis jetzt erst zehn Durchgänge. Mehr verloren - wie gewonnen - aber insgesamt im Plus.
    Dass ist ja der Kick an dieser Sache. Wenn Du eine Zahl hast, die öfters kommt, dann kracht es im Karton. Es gibt hier natürlich wieder viele Möglichkeiten diese Methode zu erweitern. Aber am besten fängt man mit einem Plein an. Die Hebelwirkung ist - aufgrund der Progression nach 24 Coups - enorm.
    Ja - mein Schwager hat auch im klassischen Roulette so seine Ideen. Ich bin froh dass es ihn gibt!
    CROUPIER: Koller - wir haben ja schon viele Gespräche miteinander geführt. Aber eines hatte ich immer versäumt zu fragen. Wenn der Tag beginnt und Du ans Werk gehst, wie entscheidest Du, was und welche Methode Du dann spielen willst. Ist es eine Bauchentscheidung oder gibt es da auch einen Koller-Plan?
    KOLLER: Manchmal habe ich einen festen Plan und manchmal lasse ich mich erst einmal im Casino an den Tischen die Betrieb haben, etwas inspirieren. Nicht von den Gästen sondern von den Permanenzen.
    Was natürlich viele nicht wissen, ist die Tatsache, dass das French-Roulette-Profi-Menü nur 500 Coups im Detail speichert, aber die Speicherung der gefallen Coups ist endlos und zwar so lange der Tisch im Betrieb ist. Nach einer gewissen Zeit - wenn der Tisch nicht mehr frequentiert ist - werden die Daten gelöscht. Du Penco hast Deine Drei-Tage-Permanenz sicher gemacht, wo es dieses Profi-Menü noch nicht gab. Also, wir könnten heute durchaus über einen längeren Zeitraum so etwas wiederholen.
    Bequem ist dies natürlich immer noch nicht, denn man muss ja diese Permanenz mühsam zurückdrücken. Schau mal beim Menü auf die Seite Statistik. Oben läuft quer die 16 Zahlen-Permanenz. Eine wunderbare Aufzeichnung, die vermutlich noch keiner für seine Zwecke verwendet hat. Man kann hier ein schönes Positionsspiel veranstalten.
    PENCO: Die meisten wissen doch gar nicht was ein Positionsspiel ist. Gut - Positionen über der Zahl 37 sind nicht ratsam. Aber es kann durchaus sehr spannend sein.
    CROUPIER: Jetzt kommt ihr doch sehr ins Fachsimpeln.
    PENCO: Es heißt ja - Dialog auf höchster Ebene. Letztlich muss man natürlich schon etwas realistisch sein. Auch ein Spiel auf Positionen muss ein erfolgreichen Lauf beinhalten. Übrigens: Eine Studie auf Positionen ist auch sehr dazu geeignet, einen Zufallsgenerator auf sein Wahrscheinlichkeitsgerüst zu testen.
    KOLLER: Ja - da hast Du recht Penco - aber es ist eine aufwendige Arbeit. Dass klassische Spiel ist nur dann erfolgreich, wenn der Akteur sich mit der Tatsache, dass die Kugel kein Gedächtnis hat - abfindet. Egal was man gerade setzt, es kann treffen oder auch nicht. Nur das physikalische Roulette hat - wenn der Kesselgucker mit den gerade aktuellen Bedingungen vertraut ist - eine Information, wo die Kugel später einschlagen müsste. Ich habe dies zwar von meinem Schwager gelernt, kann mich aber doch nicht so ganz damit identifizieren. Im klassischen Bereich fühle ich mich wohler, obwohl ich da natürlich keine Info habe, die ich stichhaltig nennen könnte. Jede Information für die Klassik ist historisch.
    CROUPIER: Ihr seit ja nun Beide von der "aktiven Partei", wobei ich aber schon strukturell enorme Unterschiede erkennen kann. Penco spielt virtuell nicht öffentlich und Koller fühlt sich nicht selten in der Menge ganz wohl.
    KOLLER: So ganz wohl fühle ich mich nicht immer. Penco hat da schon einen großen Vorteil. Denn gerade dass Spiel mit dem Turbo - wozu man nur an einem Privat-Tisch in der Lage ist - bei Bedarf darauf zurück greifen zu können - fehlt mir dann oft. Schlimmer noch - meistens kämpfe ich an einem Multi-Tisch zu lange, wenn es gar nicht so laufen will. Diesbezüglich ist Penco mit seiner Entscheidung, nur am Privaten zu spielen, professioneller als ich.
    PENCO: WOW - Sollte dies etwa ein Kompliment sein?
    KOLLER: Ja - durchaus! Meine gelegentliche Spielfreude in der Menge und natürlich auch mein Spaß, wenn die "Pappnasen" sich beim Misserfolg den Frust von der Seele schreiben, hat mich schon so manchen Euro gekostet.
    PENCO: Nein - dass tue ich mir nicht an. Wenn ich mir so etwas reinziehen will, dann findet sich immer ein öffentlicher Spieltisch, wo man sich im Setzverhalten pausenlos gegenseitig übertrifft. Da bin ich aber nur Zaungast und amüsiere mich köstlich.
    KOLLER: Es gibt aber auch nette Gäste an den Multi-Tischen, die zwar nicht professionell spielen, aber wo man sieht, dass die Unterhaltung und die Freude am Roulette-Spiel im Vordergrund steht.
    Gerade der Manager Paul Falk hat da immer ein Auge drauf und es freut ihn auch, wenn der Tisch eine insgesamt gute Atmosphäre hat.
    CROUPIER: Dass ist ein sehr gutes Schlusswort. Ich freue mich, dass dieser Dialog - der durchaus auch sehr kritische Kommentare hatte - zu Stande gekommen ist. Da werden die Leser von Casinos-Inside sicher ein bisschen ins staunen kommen, denn so etwas habe ich in der Glücksspiel-Foren-Landschaft noch nicht finden können. Bei meinen beiden Gesprächspartnern Penco und Koller bedanke ich mich dafür recht herzlich!
    Geändert von croupier (16.10.2013 um 17:08 Uhr)

  3. #3
    Hexer ist offline Benutzer
    Registriert seit
    19.06.2009
    Beiträge
    2
    Renommee-Modifikator
    1072

    Standard

    Hallo - mein Nickname ist Hexer
    Ich habe hier schon eine Zeit lang, die z.T. außergewöhnlichen Beiträge als passiver Gast verfolgt. Mit diesem kleinen Auftakt-Statement möchte ich mich jetzt auch aktiv zu Wort melden. Die Beiträge von Croupier haben mich bisher am meisten begeistert. Sensationell war der professionelle Roulette-Dialog, wo ich jede Zeile mit Begeisterung gelesen habe. Der Casinobereich ist für mich nicht neu und ich habe in der Vergangenheit die einschlägigen Casino-Foren als Leser begleitet. Die Beiträge in diesen Foren kann man aber mit denen im Casinos-Inside bei weitem nicht vergleichen. Einen solchen Artikel, wie den Roulette-Dialog, wird man dort vergeblich suchen. Selbst ein Versuch würde in diesen Plattformen - von der breiten Masse - schon im Ansatz erstickt werden.
    Sicherlich wird in den einschlägigen Foren auch vom Fach gepostet, aber die Diskussionen unter den Mitgliedern haben einen persönlichen Charakter und arten dann auch nicht selten in einen nicht so druckreifen Schlagabtausch aus. Dies war auch der Grund, dass ich mich bisher in keinem dieser Foren angemeldet habe.
    Im Casinos-Inside-Forum ist dies anders. Hier kann man nicht nur noch etwas lernen, sondern der Umgang miteinander ist sehr respektvoll. Auch nicht alltäglich ist die Tatsache, dass es dem Mitglied Croupier gelungen ist, Profis dieser Branche für Statements zu begeistern, was seine Beiträge und Artikel besonders hervor hebt.
    Ich bin ein aktiver Roulettespieler, jedoch nur im physikalischen Bereich. Vielleicht kann ich zukünftlich in der Beitrags-Diskussion dem Forum auch ein paar Impulse geben.
    In diesem Sinne freue ich mich auf gute Dialoge.

    Liebe Grüße vom Hexer!

  4. #4
    croupier ist offline Schlauer Fuchs
    Registriert seit
    22.11.2009
    Beiträge
    47
    Blog-Einträge
    1
    Renommee-Modifikator
    2792

    Standard

    Hallo Hexer!

    Da haben wir doch hier im Forum einen" Hexer" und keiner hats gemerkt.
    Vielen Dank für Dein kleines Auftakt-Statement und für Deine lobenden Worte was meine Person betrifft. Die negative Erfahrung in den meisten Glückspiel-Foren ist aber auch eine Sache des Admins.
    Was lässt er zu und was nicht. Und genau da beginnt nämlich dass Problem. Wenn er da nicht aufpasst, hat er im Nu eine Schar von Chaoten im Forum, die sich nur zum Ziel gesetzt haben, Krawall zu machen und treue aktive Mitglieder zu diskriminieren.
    Die journalistische Notwendigkeit, die ein Forum schon haben muss, bleibt da auf der Strecke.
    So einen Dialog mit drei Personen lässt natürlich Tür und Tor offen, wo die Chaoten sich so richtig tummeln können. Im Casinos-Inside hat da unsere HELEN schon ein wachsames Auge drauf.

    Wie Du ja schon gemerkt hast, bemühe ich mich, der fachlichen Komponente in meinen Artikeln sehr viel Wertgehalt zu geben und somit meinem Interview-Partner auch so manches zu entlocken.
    Du warst ja lange sehr passiv in diesem Forum und ich freue mich, dass der Artikel mit dem Profi Koller, sowie unserem User Penco und mir, bei Dir offenbar einen Impuls ausgelöst hat und wir sind gespannt, wie Du mit Deinen Beiträgen dieses Forum aufwertest.
    Da Du im Roulette - wie Du sagtest - nur die physikalische Spielweise betreibst, können wir uns jetzt glücklich schätzen, im Casinos-Inside diesen Fachbereich spezifisch kommentiert zu bekommen.
    Der Schwager vom Profi Koller ist in dieser Sparte auch ein "Fuchs" jedoch hat er ein Engagement in unserem Forum leider abgelehnt. Da Koller dass physikalische Roulette Spiel nicht sehr häufig auf den Tisch bringt, hoffe ich, dass Du mit Deinen Beiträgen diese Variante des Roulette Spiels in unserem Forum aufwertest.

    In diesem Sinne freue ich mich auf Deine Beiträge!

    gezeichnet:
    Der Croupier

  5. #5
    Penco ist offline Schlauer Fuchs
    Registriert seit
    25.01.2013
    Beiträge
    42
    Renommee-Modifikator
    5237

    Standard

    Hallo Croupier und ein freundliches Hallo an Hexer!

    Da gibt es doch im Casinos-Inside ein langjähriges Mitglied - auch noch ein Kesselgucker - der bisher
    hier noch nicht aktiv war. Croupier - da siehst Du wieder mal, was so ein professioneller Dialog so alles bewirken kann! Da sollten doch die aktiven User - an der Spitze Du Croupier - für die nähere Zukunft dies als Auftrag sehen, so einen Dialog mal öfters ins Szene zu setzen. Zum einen - heben wir uns gegenüber den übrigen Foren qualitativ und vielleicht auch fachlich etwas ab - zum anderen sind wir von den Akteuren durchaus in der Lage bei unseren Forumsmitgliedern etwas Spannung zur persönlichen Aktivität zu übertragen.

    Mit Hexer, der das Roulettespiel nur physikalisch ausübt, haben wir jetzt auch einen Roulettisten, der nicht virtuell spielt. Denn die Internet-Casinos, die Live-Roulette im Programm haben, lassen ja den Kesselguckern keinen Spielraum.
    Aber da sieht man wieder mal, dass gerade diese Casino-Betreiber offenbar vom aktiven Fach keine
    Ahnung haben, sonst würden sie diese spezielle Art, Roulette zu spielen nicht ausschliessen.
    Ein Roulettist, der physikalisch operiert und den aktuell laufenden Coup nicht exakt beurteilt, der verliert
    ganz gewiss mehr als ein Zufallsspieler. Die erfolgreichen Kesselgucker - die nicht unbedingt von der Gier zerfressen sind - versprühen nämlich mit ihren Aktionen auch einen gewissen werblichen Showeffekt. Nicht selten stehen in den Live-Casinos die Gäste in Dreier-Reihen um den Tisch, wenn ein
    Kesselgucker am Werk ist. Ist er erfolgreich, dann ist ihm der Neid der Menge Gewiss und wenn er verliert, die allgemeine Schadenfreude. Aber Showtime ist, bei dieser Art Roulette zu spielen, immer vorhanden.

    Ich freue mich deshalb ganz besonders auf die Beiträge vom Hexer, denn - wenn ich Live spielen gehe - bin auch ich ein Kesselgucker. Auf den gegenseitigen Erfahrungsaustausch - wenn es einen gibt - bin
    ich schon jetzt sehr gespannt.

    Und gerade dieses Thema wäre für einen weiteren Dialog auf höchster Ebene sehr passend.
    Ich bin mir sicher, dass unser guter Croupier dies ähnlich sieht.

    In diesem Sinne, freue ich mich auf die Beiträge der Akteure!

    Schöne Grüße sagt Penco!

  6. #6
    croupier ist offline Schlauer Fuchs
    Registriert seit
    22.11.2009
    Beiträge
    47
    Blog-Einträge
    1
    Renommee-Modifikator
    2792

    Standard

    Hallo Penco!

    Da hast Recht! Offenbar war unser Roulette-Dialog beim Hexer der Auslöser, im Casinos-Inside nicht nur passiv unsere Beiträge zu genießen, sondern - wenn man selbst an am Roulette-Tisch aktiv ist - hier ein bisschen mit zu posten.
    Man muss in unserem Forum keine Angst haben, dass man von Chaoten nieder gemacht wird, wenn man seine persönlichen Erfahrungen und Eindrücke hier zur Diskussion stellt.

    Wir wollen aber auch nicht vergessen, dass unser "Flotter Dreier" fachlich auf hohem Niveau war und der Roulettist, der nicht nur mal gelegentlich an einem Spieltisch Platz nimmt, sehr Willkommen ist, wenn er seine Eindrücke mit der rollenden Kugel hier äußert.

    Ich möchte auch einmal auf die Internet-Casino-Betreiber mit Live-Roulette im Angebot eingehen.
    Da hast Du vollkommen Recht, dass kann man nur mit den Worten: "Keine Ahnung" festhalten.
    Gerade im Internet könnte man eine Plattform für die Kesselgucker präsentieren, wo sogar die Real- Live-Casinos neidisch würden. Denn dort gibt es ja - wenn mehrere physikalische Akteure am Werk sind, Probleme mit dem Handling. Das Internet wäre als Plattform für die Kesselgucker sogar außerordentlich ideal, denn durch die Möglichkeit, die Nachbar-Sätze mit einem Klick aufs Table zu bekommen, würden diese Probleme, die man in einem Real-Live-Casino hat, gelöst.
    Die einheitliche Absage - während die Kugel läuft - wird durch eine Zeit-Uhr gelöst, die dann die Sätze der Akteure einfach blockiert.
    Somit wäre für alle Spieler dass "Rien ne va plus" gleich!

    Wenn ich mir da so ein Internet-Live-Roulette ins Gedächtnis rufe, ist dies softwaretechnisch einfach zu lösen. Die Casino-Betreiber sind sich offenbar nicht bewusst, wie viel Gastpotential ihnen da entgeht.
    Natürlich werden auch ein paar Gewinner dabei sein, aber - wie Du richtig bemerkt hast - wird der nicht so geübte Kesselgucker mehr verlieren als ein Zufallsspieler. Noch gefährlicher wird die Sache für den physikalischen Akteur, wenn der Wurf-Croupier von Roulette-Ballistik etwas versteht.
    Also - wäre für die Casino-Betreiber eine neue Zielgruppe vorhanden.

    Jetzt sind wir mal gespannt, was unser Hexer zu alle dem zu sagen hat.

    gezeichnet:
    Der Croupier

  7. #7
    Hexer ist offline Benutzer
    Registriert seit
    19.06.2009
    Beiträge
    2
    Renommee-Modifikator
    1072

    Standard

    Hallo Croupier!
    Hallo Penco!

    Nach dem Ihr Beide der Hoffnung Ausdruck gegeben habt, dass der Hexer jetzt auch hier aktiv wird, möchte ich zum einen mein Versprechen einlösen und zum anderen mich zu den Themen äußern.
    Zunächst möchte ich Dir Croupier noch einmal gratulieren, denn - da ich ja hier schon etwas länger dabei bin, kann ich sagen, dass Deine Beiträge dem gesamten Forum nicht nur etwas mehr Format gegeben haben, sondern die Idee, mit dem Dialog vielleicht auch ein Anstoß war, die Diskussionen zu einem Thema somit etwas objektiver zu gestalten, da die Dialog-Teilnehmer sofort im Zwiegespräch antworten können.
    Dir Penco möchte ich auch meinen Respekt aussprechen, dass Du sehr offen hier sagst, dass Du in einem virtuellen Casino nur an einem Privattisch spielst und auch mit Deiner Meinung zu den Spielern - die nach Verlusten die Fehler stets wo anders, als bei sich suchen - gnadenlos bist.
    Du hast hier außerdem verlauten lassen, dass Du das physikalische Roulette-Metier beherrschst und es wird Dich, genauso wie mich ein bisschen schmerzen, dass die Internet-Casinos, die Live-Roulette anbieten, uns Kesselguckern keinen Spielraum zu einer Prognose lassen, wenn die Kugel rollt.

    Da diese Casino-Betreiber nicht allzu viel Ahnung von der Sache haben, sieht man schon daran, dass die Wurf-Croupiers zum Teil noch nicht einmal korrekt die Kugel werfen können. Da wird beim French nur eine Richtung gedreht und was noch schlimmer ist, wenn die Kesselscheibe aufgrund von mangelnder Wartung während eines laufenden Coups droht stehen zu bleiben, wird noch während des laufenden Coups, noch einmal angedreht. Du siehst, ich habe mich da schon informiert und ich würde auch sofort dort ans Werk gehen, wenn es machbar wäre.
    Wir sprechen oft unter den Kollegen über dieses Thema, denn die könnten den Real-Casinos diese Zielgruppe glatt abspenstig machen. Aber die Real-Casinos sind im Grunde - wenn man ins Detail geht - auch nicht viel besser. Es gibt Casinos, da gibt es einen Computer-Saal, da stehen eine Menge PCs und in der Mitte des Raums sitzt ein Croupier, der dreht an einem Original-Kessel die Kugel und die Spieler an den PCs, geben dort per Mausklick ihre Sätze ein. Über allen thront ein großer Bildschirm, wo die Handlungen des Croupiers am Roulette-Kessel übertragen werden. Nur die Kesselgucker, können leider auch nicht mehr setzen, wenn die Kugel rollt. Die sind ein bisschen bescheuert - denn dies wäre ein Klacks, wenn die Kesselgucker ihre Sätze in den PC drücken und durch einen Knopfdruck des Wurf-Croupiers wäre das "Rien ne va plus" an die PC-Stationen zu übertragen.
    Es ist gerade im Internet für die Casino-Betreiber auch Live eine Zielgruppe vorhanden, an denen man ohne Gedanken oder ohne Wissen - achtlos vorbei geht. Die Real-Casinos wären über Nacht vermutlich alle physikalischen Roulette Spieler los, wenn die Internet-Casinos mit Live-Roulette diese Plattform dafür kompatibel machen würden. Die Croupiers in den Internet-Live-Casinos hätten nix mit Jetons aussetzen zu tun. Für die würde sich aber rein garnix ändern. Die nehmen die Kugel drehen die Scheibe an und ab geht die Post, ein realistisch genormtes Zeitintervall lässt immer den gleichen Spielraum für die Platzierung der Jetons per Mausklick. Da gibt es kein Wohlwollen des Croupiers, wie dies in weit früheren Tagen in so manchen Casinos der Fall war. Wer in der Zeitspanne zwischen Kugelabwurf und Abschaltung der Setzmöglichkeit per Mausklick seine Prognose nicht gut machen kann, der muss halt für diese Bedingungen trainieren. Das wäre eine besondere Herausforderung für die Ballistiker am Kessel.
    Ich habe mir schon so manchen Internet-Live-Laden angeschaut und wir haben in Fachkreisen auch oft darüber gesprochen. An meinem eigenen Kessel habe ich dies schon simuliert.

    Croupier, Du hast es wirklich auf den detaillierten Punkt gebracht, dass gerade die Sätze Z 1/1 bis 4/4 bequem mit einem Mausklick aufs Table zu bringen sind. Man sollte auch nicht die Spieler - übrigens eine sehr große Gruppe - vergessen, die überhaupt nicht physikalisch operieren, sondern nur dem Wurf-Croupier nicht trauen. Denn genau diese Couleur setzt grundsätzlich erst, wenn der Croupier die Kugel abgeworfen hat. Die schauen in keinen Kessel und setzen auch nicht auf Sektoren, sondern spielen - vielleicht aus Aberglaube - auf Rot oder Schwarz oder Dutzende und Kolonnen oder Finalen usw.!
    Genau diese Spieler könnten den Real-Casinos ebenfalls abgehen.
    Ich weis ja nicht ob die Casino-Betreiber, die hier im Casinos-Inside eine Werbung platziert haben, auch mal die Beiträge der Mitglieder lesen. Also wenn sie unsere Beiträge zu diesem Thema lesen, da müssten doch die Glocken läuten.

    Also - ich sehe, wir haben hier für die Zukunft einige Themen, die wir sogar in einem großen Dialog mit der Federführung von unserem Croupier hier reinstellen könnten. Dass größte Potential liegt immer noch in den Real-Casinos, es muss nur abgerufen werden und zwar im Sinnes des Wortes.
    Mir gefällt es auch nicht im Autobahnstau zu stehen und Angst haben zu müssen, dass man mir - wenn ich gewonnen habe - in der Tiefgarage die Kohle wieder abnehmen will.
    Der Profi Koller würde mir jetzt sagen, dass im klassischen Roulette Bereich alle Türen offen stehen.
    Ich müsste ihm aber antworten, dass für mich nur dass physikalische Roulette zählt.
    In diesem Sinne hoffe ich, dass Croupier und Penco meinen Beitrag zu diesem Thema hier lesen werden.

    Liebe Grüße vom Hexer

  8. #8
    Penco ist offline Schlauer Fuchs
    Registriert seit
    25.01.2013
    Beiträge
    42
    Renommee-Modifikator
    5237

    Standard

    Hallo Hexer!

    WOW - So viel Beitrag hätte ich von Dir zum Themen-Auftakt gar nicht erwartet.
    Umso besser - wenn Dein Beitrag jetzt vielleicht auch noch von einem Internet-Casino Boss gelesen wird,
    dann wäre er sicherlich in der Lage, diesen Anstoß in Richtung "roter Teppich" für die Kesselgucker zu
    geben. Wer nämlich hier die Nase vorn hat, der ist dann auch der Pionier.
    Man muss sich nur einmal vorstellen, da hauen sich die Internet-Casino-Betreiber doch täglich in ihren
    Promotions-Aktionen die - z.T. utopischen Bonus-Angebote um die Ohren. Jeder will den anderen Mitbewerber mit einer noch größeren Bonus-Offerte übertreffen und die physikalischen Roulette-Akteure
    interessiert so etwas überhaupt nicht. Bei dieser Zielgruppe muss man überhaupt nicht um die Gunst des
    Spielers buhlen. Dass ist ganz einfach erklärt: Gebt uns einen kleinen physikalischen Spielraum während
    die Kugel rollt und dann ist die Hütte voll. Und nicht nur dass!!! Diese Zielgruppe ist auch noch eine
    wunderbare Werbung, denn der Show-Effekt würde auch im Internet, Programm sein.

    Hexer, Du hast dies ja in Deinem Beitrag bestens erläutert. Es ist halt ein Nachteil, dass die meisten
    Betreiber glauben, wenn sie eine reißerische Webseite ins Netz stellen, dann könnten sie sich vor Gästen nicht mehr retten. Gut - nicht alle Internet-Casinos bieten auch Live-Aktion an. Aber genau diese Anbieter
    sollten doch den gesamten Markt kennen. Tun sie aber nicht!!! Im Gegenteil - Du hast es ja gesagt Hexer!
    Ich kenne übrigens die Gruppe, wo die meist weiblichen Croupiers nicht so richtig wissen, wie man eine
    Kugel wirft und dass Management sich offenbar nicht vorstellen kann, dass die Roulette-Kessel in den Real-Casinos in einem festen Turnus gewartet werden, damit die Croupiers an der Kugel ordentliche
    Bedingungen präsentieren können und dass nicht nur für die Kesselgucker.
    Der kleine Schritt, dass "Rien ne va plus", einfach ein paar Kugelumdrehungen etwas verlängern, dass ist doch kein großer softwaretechnischer Auftrag.
    Ich gebe zu, dass die Casino-Betreiber im Internet vermutlich von den Ballistikern überhaupt keine Ahnung haben. Deswegen rühren ja hier im Casinos-Inside die Herren Hexer, Croupier und meine Wenigkeit mal ein bisschen die Werbetrommel. Die Internet-Live-Casino-Betreiber bekommen hier in diesem nicht alltäglichen Forum auch noch kostenlos diese außergewöhnliche Zielgruppe präsentiert.
    Ich glaube, Du Hexer sowie unser Fachjournalist Croupier und ich sind bestimmt überrascht, dass sogar
    Internet-Live-Casinos, die sich schon einen sehr guten Ruf am Markt erworben haben, hier noch nicht reagiert haben. Oder vielleicht kennen die auch noch nicht diese besondere Zielgruppe im Roulette.

    Naja - sei es wie es will - jetzt haben wir eine gewisse Aufklärung gepostet, mehr geht nicht!

    Hexer - was mich aber ein bisschen wundert ist, dass Du nur dass physikalische Roulette spielst.
    Schau doch mal ins Sunset-Casino rein, musst Dich ja nicht gleich reinhängen. Der Manager ist einer wie Du und ich, die Atmosphäre ist auch OK und am Set gibt es immer ein bisschen was zum gucken.
    Wenn es Dich juckt auch mal ein paar Coups zu spielen, kannste dies erst mal im Fun-Spiel, völlig
    kostenlos tun. Vor allen Dingen ist der Koller eine gewisse Attraktion. Lade Dir einfach mal die Sunset-Software auf den PC.

    In diesem Sinne, schön dass Du hier jetzt auch aktiv dabei bist!

    Schöne Grüße sagt Penco!

Ähnliche Themen

  1. Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 04.12.2014, 04:39
  2. Die professionelle Spiel-Garantie Teil 2
    Von croupier im Forum Fragen und Berichte über Online-Casinos
    Antworten: 5
    Letzter Beitrag: 06.08.2013, 13:17
  3. Die professionelle Spiel-Garantie - Teil 1
    Von croupier im Forum Fragen und Berichte über Online-Casinos
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 17.05.2013, 18:17
  4. HELEN interviewt Roulette-Profi Koller
    Von helen im Forum Interviews mit Spielern, Managern,...
    Antworten: 9
    Letzter Beitrag: 28.01.2013, 18:44
  5. Koller erzwingt den sieg
    Von croupier im Forum Roulette
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 04.12.2012, 18:26

Stichworte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30