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Thema: Casino Hohensyburg vom Glück verlassen ?

  1. #1
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    Standard Casino Hohensyburg vom Glück verlassen ?

    Die Krise bekommen leider auch mehr und mehr die Spielbanken zu spüren.

    Aufgrund rückläufiger Einspielgebnisse und Besucherrückgängen fallen jetzt 45 der rund 250 Stellen (ohne Gastronomie) dem Rotstift zum Opfer, allerdings möchte man dabei wohl auf betriebsbedingte Kündigungen verzichten.

    Die Westspiel Gruppe bietet ihren interessierten Mitarbeitern höhere Abfindungen und einen externen Dienstleister an, der ihnen bei der Suche nach neuen Arbeitsplätzen helfen soll, wenn diese Personen freiwillig aus dem Unternehmen ausscheiden sollten.

    Dieses Angebot, soll wohl jetzt nach Sprecherangaben, auf eine positive Resonanz stossen, zumal die Betroffenen in letzter Zeit, Kritik am Unternehmen geübt haben über die Gründe des Besucherrückganges, die anscheinend nicht wahrgenommen worden sind.



    Quelle: Ruhr Nachrichten
    Geändert von promos (28.08.2009 um 12:30 Uhr)

  2. #2
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    Standard Spielbanken: Billige Zockerei statt Casino-Flair



    Hohensyburg, einst das Spielbank-Flaggschiff, verfällt zunehmend. Immer mehr Spieler versuchen ihr Glück in Duisburg an Rhein und Ruhr.

    Mitarbeiterinnen in Krankenschwesterkostümen, die Gästen Wackelpudding in den Mund spritzen: So präsentierte sich das Dortmunder Casino Hohensyburg zuletzt. In dem ehemaligen Flaggschiff der deutschen Glücksspielbetriebe werden heute Ein-Euro-Partys gefeiert.


    Das Casino Hohensyburg Foto: WR

    Bei billigen Snacks und Getränken kann auch schon mit kleinem Geld gezockt werden, ein Michael Jackson-Imitator führt zwischen den Spieltischen einen Moonwalk auf - das Casino ist zum Partytempel verkommen.
    Hohensyburg steckt tief in der Krise

    „Die Ein-Euro-Partys zählen zu den Standard-Events in unseren Häusern”, verteidigt Katrin Koch, Sprecherin des Casino-Betreibers Westspiel, die neuen Veranstaltungen, Besucher sollten ein möglichst abwechslungsreiches Programm geboten bekommen.

    Doch auch Koch bestreitet nicht: Das Dortmunder Casino steckt tief in der Krise. Um rund 20 Prozent brachen die Spielerträge im klassischen Spiel im vergangenen Jahr ein, die Automaten brachten ein Viertel weniger Umsatz als noch 2007. Die Gästezahlen gingen um 16 Prozent zurück.


    Das City-Palais, das das Duisburger Casino berherbergt. Foto: NRZ


    Doch während Westspiel-Sprecherin Koch den Rückgang vor allem auf das neue Rauchverbot, den Glücksspielstaatsvertrag und natürlich die allgemeine Wirtschaftskrise zurückführt, sehen Kritiker im Niedergang der Hohensyburg vor allem ein hausgemachtes Problem: „Westspiel baut das neue Casino in Duisburg konsequent zum neuen Flaggschiff der Gruppe auf - zu Lasten von Dortmund und den anderen Häusern”, sagt Andreas Elbracht von Verdi, der seit einigen Monaten schon um mehr Geld für die Dortmunder Casino-Mitarbeiter kämpft.

    Für die Duisburger Croupiers verhandelt er nicht – sie haben überhaupt keinen Tarifvertrag. „Als das Casino 2007 gegründet wurde, hat man sie bewusst aus dem Rest der Gruppe ausgenommen”, glaubt Elbracht. Kein Tarifvertrag und kein Betriebsrat, das spart Geld und Ärger.

    60 bis 80 Mitarbeitern droht die Kündigung

    Hintergrund
    Der Betreiber Westspiel

    Vier Casinos unterhält Westspiel als staatlicher Glücksspielbetreiber in Nordrhein-Westfalen, neben den Häusern in Duisburg und Dortmund gibt es Casinos in Aachen und Bad Oeynhausen.

    Das Unternehmen ist eine 100%ige Tochter der NRW-Bank. Insgesamt beschäftigt Westspiel in den vier Casinos 813 Mitarbeiter. 2008 besuchten 1,2 Millionen Gäste die Spielstätten. Publikumsmagnet war dabei das Casino Duisburg, das knapp 530 000 Besucher anlockte. Ins ehemalige Flaggschiff Hohensyburg kamen noch 437 000 Gäste – 16% weniger als im Vorjahr. Der Bruttospielertrag aller Häuser betrug im vergangenen Jahr 130 Mio Euro, davon spielten Duisburg rund 56 Millionen und Dortmund 45 Millionen Euro ein.

    Der regt sich dafür zunehmend in den Nachbarhäusern: Nach den ersten Ein-Euro-Partys schickten Mitarbeiter und Betriebsräte einen empörten Brief ans Ministerium. Doch seit Zahlen kursieren, nach denen 60 bis 80 der 255 Mitarbeiter in Zukunft nicht mehr benötigt werden, ist dieser Protest stiller geworden.

    Acht Saalchefs mussten bereits im November gehen. Mit der Begründung, man wolle Hierarchien abbauen, sollten sie zunächst auf schlechter dotierte Ersatzarbeitsplätze versetzt werden - dann war von Kündigung die Rede.

    Ein Vorgehen, das aus Elbrachts Sicht einem klaren Ziel folgt: Das klassische Glücksspiel soll in Zukunft ganz von Dortmund nach Duisburg verlagert werden. „Die Hohensyburg soll ein reiner Poker-Tempel werden”, glaubt der Gewerkschafter.

    Schon heute finden hier regelmäßig große Turniere statt, anders als in Duisburg, wo nur an festen Tischen gepokert wird. Zwar herrscht auch dort längst nicht mehr ein edles Casino-Flair: 354 Automatenplätze stehen 90 Spieltischen entgegen (Las Vegas lässt grüßen). Doch hier gewinnt noch immer die Bank, nicht einer der Mitspieler. Die Westspiel-Sprecherin sieht hinter diesem Umstand aber keine Strategie: „Das Pokerspiel hat in der gesamten Glücksspielbranche enorm an Bedeutung gewonnen und wird wohl auch künftig eine große Rolle spielen.”

    Das Casino Duisburg ist für sie nicht das Lieblingskind der Besitzer - sondern das der Gäste: „Duisburg ist neu und günstig gelegen, gerade für Besucher aus Holland." So sitzen auf der Hohensyburg die Verlierer längst nicht mehr nur vor den Tischen. Sondern auch dahinter.

    Quelle: der Westen


    Mein persönlicher Kommentar:

    Ich kenne zwar das Casino in Duisburg nicht aber die Hohensyburg hat mir als Gast (auch wenn ich schon länger nicht mehr dort war) vom Ambiente, der Atmosphäre und auch von der Umgebung her, immer sehr gut gefallen.

    Das Rauchverbot, die Wirtschaftskrise und auch Management-Fehler haben sicherlich dazu beigetragen das die Zahlen rückläufig sind.

  3. #3
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    Standard Erfahrungsbericht

    Da ich in der Zwischenzeit Gelegenheit hatte, einige Casinos (nicht nur in Deutschland) zu besuchen, ist es mal wieder an der Zeit, ein kleines Fazit zu ziehen, zumindestens auch den Vergleich und die Meinung zu den Westspiel Casinos.

    Vor ein paar Wochen habe ich 3 Casinos auf Malta besucht und verglichen und vor einigen Tagen auch das vor ca. 4 Jahren neu gestaltete Innenstadt Casino in Duisburg.

    Bei den Westspiel Casinos, kann ich die Casinos in Do-Hohensyburg, Duisburg und Bad Oeynhausen miteinander vergleichen, das Casinos in Bremen wird demnächst dazu kommen.

    Wer das erste mal nach Duisburg ins Casino kommt, wird vielleicht ein wenig erschrocken sein.

    Das Innenstadt-Casino befindet sich im City Palais und es wirkt auf den ersten Blick durch das schwarze Design etwas düster.

    Es ist Geschmackssache und man kann sich sicherlich daran gewöhnen, denn dieses Casino ist auf Las Vegas Style getrimmt.

    Das klassische und das Automatenspiel befinden sich auf unterschiedlichen Etagen und sind somit voneinander getrennt.

    Positiv ist auf alle Fälle die Vielzahl an Automaten, denn mit ca. 338 Automaten hat man Abwechselung genug.

    Es ist alles sehr geräumig gehalten, so daß man nicht geengt irgendwo stehen oder sitzen muss.

    In Dortmund-Hohensyburg hingegen, ist alles viel heller gehalten und es wirkt wesentlich dezenter.

    Auch dort sind das klassische, das Automatenspiel und der Restaurantbereich auf sogar 3 Etagen verteilt.

    Dortmund bezaubert natürlich durch seine idyllische Lage und durch den Glasbau und seine dezente Art wird eine wohlfühlende Atmosphäre erzeugt.

    Das Casino in Bad Oeynhausen an der Durchgangsstrasse und einem Einkaufspark gelegen, ist dagegen kleiner als die anderen.

    Dort gibt es keine Etagen, die Bereiche liegen nebeneinander aber durch Glasscheiben getrennt.

    Der Vorteil von den Innenstadtcasinos ist einfach, das man mal eben vom einkaufen ins Casino gehen könnte, was vielleicht auch so gewollt ist in Bezug auf die Spielhallen die ja wie Pilze aus der Erde geschossen sind und wohl hoffentlich von den einzelnen Kommunen nicht mehr erlaubt und somit reduziert werden, denn es kann für einen richtigen Spieler kein Vergleich sein, es kann höchstens bequemer sein, weil man dort keinen Ausweiß vorzeigen muss und seinen Kaffee umsonst bekommt.

    Aber auch die Casinos schlafen nicht und bieten ihren Gästen hin und wieder nachmittags Kaffee, Kuchen, mal etwas vom Grill oder sonstige Getränke an, jedes Casino macht es anders.

    Die Westspiel Casinos bieten aber immer wieder die verschiedensten Events und Veranstaltungen an, ob nun ein bestimmtes Dinner was man mit einen Casinobesuch verbinden kann oder die jetzt gerade stattfindenden WAT Qualifikationsturniere für das WAT-Finale 2011 das mit 400 Finalisten im Oktober in Duisburg ausgetragen wird.

    Wer Atmosphäre sucht, d.h sich auch extra vorher dafür entsprechend kleiden möchte, der ist in Dortmund bestens aufgehoben.

    Mein kleiner Gesamteindruck von den besuchten Westspiel Casinos

    Dortmund: Platz 1. für Atmosphäre, Style und Lage | Platz 2. für Anzahl und Vielfältigkeit der Automaten, Geräumigkeit

    Duisburg: Platz 1. für die Anzahl und Vielfältikeit der Automaten, Geräumigkeit | Platz 2. Atmosphäre, Style und Lage

    Bad Oeynhausen: Platz 3. für Lage, Atmosphäre, Style, klassisches sowie Automatenspiel

    Bei den Casinos auf Malta, sprich in Sliema und in Valetta ist das klassische Spiel teilweise in den Automatensaal schon integriert.

    mit Abstand Platz 1. Casino Porto Maso (Innenstadt Casino in Sliema, vor dem Hilton Hotel, passte alles zusammen)

    Platz 2. Dragonara (Innenstadt Casino in Sliema, am Zipfel der St. Juliansbucht zum Wasser hin gelegen, wenige Meter vom Porto Maso, wirkt von außen sehr elegant, was sich im Innenbereich allerdings nicht unbedingt wiederspielgelt, zu laut und Automaten um die Tickets in cash einzulösen)

    Platz 3. Casino di Venezia in Valetta, liegt direkt am Hafen, schöne Atmosphäre für Table Game Spieler durch den beeindruckenden Saal eines restaurierten Schlosses, dagegen schlechter Automatensaal.

    Es gebe sicherlich noch eine Menge mehr zu den einzelnen Casinos zu schreiben aber das würde den Rahmen sprengen.

    Die Meinungen, Eindrücke und Erfahrungen von den Besuchern sind ja unterschiedlich, wenn also jemand seinen Kommentar dazu schreiben möchte, kann er das gerne tun.

  4. #4
    Mixxxer ist offline Benutzer
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    Der beste Bereich im Casino Dortmund (Hohensyburg) wurde jedoch vergessen. Ab Oberklasse Fahrzeugen von 80k und mehr, kann man den Parkpatz rechts hochfahren und vom Casino Angestellten parken lassen. Dann gehts hoch in die kleinen Privatbereichen, bei denen unter Ausschluss der Normalo-Spielern die Tausender, Autos etc gesetzt werden

    An den öffentlichen Pokertischen sind regelmäßig Bekanntheiten wie Axel Stein anzutreffen. -Was die Atmosphäre teilweise ziemlich aufockert.... naja, unwichtig.

    Wie auch immer, den zugegebenermaßen älteren Beitrag kann ich nicht ganz nachvollziehen, war und ist das Casino Hohensyburg doch das Flagschiff der Westspiel Casinos... Angenehmes Publikum mit strenger Kleiderordnung (nicht für Automaten unten), die Groupiers sind ganz angenehm obwohl sie jeden Tranc förmlich mit ihren Augen anziehen. Dafür hab ich schon erlebt, dass jemand für 10 Chips ne Farbe getauscht hat, was z.B. einige andere Casinos ja gerne mal ablehnen. Außerdem definitiv eines der Casinos, bei dem es bei den Automaten öfters mal richtig zu klingeln scheint.

    Imho das Casino Hohensyburg immer ein Besuch wert. Und danach wenn noch was Geld übrig geblieben ist (oder besser schon vorher), runter zum Road Stop was Essen gehen (die besten Burger in der Umgebung)

    cheers,
    Mixxxer

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